Kaia - mit Hilfe von AI zur individuellen Therapie gegen Rückenschmerzen!

ID 633
Künstliche Intelligenz und Intelligente Vernetzung
von Moritz Weisbrodt 05.07.2017 17:53
Beschreibung:
Das Münchner Unternehmen Kaia Health entwickelt digitale Therapielösungen: Mit der App Kaia erhalten Patienten erstmals eine ganzheitliche digitale Therapie gegen Rückenschmerzen. Sie wurde in Zusammenarbeit mit führenden Medizinern auf Basis der wissenschaftlich bewiesenen sogenannten multimodalen Schmerztherapie entwickelt und ist als Medizinprodukt mit dem CE-Zeichen gekennzeichnet. In Kürze soll Kaia auch durch Kassen übernommen werden.

Zielgruppe: Kaia richtet sich an alle Patienten mit Rückenschmerzen, vor allem aber an diejenigen mit chronischen oder wiederkehrenden Rückenschmerzen und ermöglicht ihnen erstmals den unkomplizierten Zugang zur multimodalen Therapie. Diese ist in Deutschland mit hohen Kosten für die Krankenkassen verbunden und sogar Privatpatienten müssen mit langen Wartezeiten für einen Therapieplatz rechnen.

Therapieablauf: Mit Kaia durchlaufen Patienten täglich ein 15- bis 30-minütiges Training, das sich stetig an deren individuelle Bedürfnisse anpasst. Diese Anpassung erfolgt durch einen komplizierten Therapiealgorithmus, welcher mit Hilfe von AI auf Basis vieler Einflussfaktoren die optimale nächste Übung für den Patienten bestimmt. Die Therapie umfasst drei Elemente (multimodaler Ansatz): Bewegungsübungen, Entspannungsübungen sowie die Vermittlung von Wissen über die Krankheit und ihre Therapie. Mit diesem zeitgemäßen Ansatz deckt Kaia den steigenden Informationsbedarf aufgeklärter Patienten und integriert wissenschaftliche Erkenntnisse über den gemeinsamen Einfluss körperlicher, psychischer und Umweltfaktoren auf chronische Krankheiten.

Therapieerfolge: Die multimodale Therapie gilt wissenschaftlich als Goldstandard bei chronischen Rückenschmerzen, wie internationale Leitlinien belegen. Anwender berichten in der Regel nach fünf bis sieben Tagen von einer ersten Besserung. Nach 20 Therapietagen mit Kaia reduziert sich das Schmerzniveau bei den Testnutzern merklich. Kaia ist Projektpartner des Rise-Up-Projekts, eines Forschungsprojekts bei dem der Einfluss digitaler leitlinenbasierter Therapien bei Rückenschmerzen im Rahmen einer Studie getestet werden soll. Rise-Up wird vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) mit über 5 Millionen Euro gefördert.

Website: http://www.kaia-health.com
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Vanessa Dietrich
Lieber Herr Weisbrodt,
Vielen Dank für diese genaue Beschreibung Ihrer Therapielösung für Rücken-Patienten!
Ich sehe in dieser Lösung sehr großes Potential! Nicht nur, das man Rückenschmerzen als eine deutsche Volkskrankheit ansehen kann und so vielen Patienten Hilfe bereit gestellt werden kann, sondern auch weil hier künstliche Intelligenz smart eingesetzt wird um die Behandlung individuell auf dynamische Bedürfnisse anzupassen!

Da ich Ihre App sehr interessant finde, hätte ich noch ein paar Detail-Fragen: Wie wird sicher gestellt, dass Übungen richtig ausgeführt werden und die richtigen Bereiche trainiert werden? Soll die App, wie bisher, öffentlich downloadbar bleiben oder ist es angemacht die Anwendung nur "auf Rezept" zu bekommen, um diese dann von einem Facharzt auf die spezielle Bedürfnisse des Patienten einzustellen?

Vielen Dank nochmals und beste Grüße,
Vanessa Dietrich
Moritz Weisbrodt
Liebe Frau Dietrich,

vielen Dank für Ihr Interesse an Kaia!
Antworten zu Ihren Fragen finden Sie untenstehend:

1) Wie wird sichergestellt, dass Übungen richtig ausgeführt werden und die richtigen Bereiche trainiert werden?

Das Kaia Programm basiert auf dem Konzept der multimodalen Schmerztherapie. Diesem Konzept liegt ein ganzheitlicher Trainingsansatz zu Grunde, der davon ausgeht, dass alle Körperbereiche gleich trainiert werden sollen. Nach einer Prä-Anamnese starten unsere Nutzer meist mit sehr einfachen Basisübungen wie z.B. statischen Anspannungen verschiedener Muskelgruppen. Schritt für Schritt findet dann eine didaktische Hinführung zu schwereren Übungen statt, sodass genug Zeit bleibt alle Bewegungsmuster richtig zu erlernen. Neben unseren Videos mit detaillierten Anweisungen entwickeln wir momentan auch ein Kamera-Tracking, welches wenig Spielraum für eine falsche Ausübung lässt.


2) Soll die App, wie bisher, öffentlich downloadbar bleiben oder ist es angemacht die Anwendung nur "auf Rezept" zu bekommen, um diese dann von einem Facharzt auf die speziellen Bedürfnisse des Patienten einzustellen? 

Wir vertreiben Kaia zum einen B2C online direkt an unsere Endkunden. Dort ist Kaia auf allen gängigen Betriebsplattformen nach einer kostenlosen 7-Tage Testversion auf Basis eines monatlichen Abo-Modells erhältlich (monatlich kündbar). Zum anderen kooperieren wir mit Firmen und deren Betriebskrankenkassen sowie privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen, welche die monatlichen Kosten von Kaia für ihre Mitarbeiter/Versicherungsnehmer übernehmen. Darüber hinaus sind wir mit verschiedenen Ärztenetzwerken im Gespräch um Kaia auch direkt in den Praxen zu vertreiben.
Die Anpassung auf die speziellen Bedürfnisse des jeweiligen Patienten erfolgt B2C wie B2B mittels unserer Prä-Anamnese und den Feedbackschleifen innerhalb der Kaia-App.

Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne jederzeit an mich wenden!

Freundliche Grüße
Moritz Weisbrodt
Stefan Kukla
Lieber Herr Weisbrodt,

blöde Frage, aber haben Sie bereits über mögliche Anknüpfungspunkte zu Fitness-Apps wie Freelethics nachgedacht? Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass sich dadurch Synergieeffekte generieren lassen würden.

Viel Erfolg und beste Grüße
Stefan Kukla
Künstliche Intelligenz und Intelligente Vernetzung