go! - Deine Mobilitätsplattform

ID 1674
Wettbewerb
von Dirk Heuser 07.12.2018 16:34
Was war/ist die Ausgangssituation?:
Zwei „Missstände“ haben uns zu dem Konzept „go!“ inspiriert:
1) Jeder stellt sich regelmäßig die Frage: Wie komme ich am besten von A nach B? Klar, es gibt eine Vielzahl von Anwendungen, die verschiedene Lösungen anbieten. Es gibt jedoch keine Anwendung, die die unterschiedlichen Verkehrsträger kombiniert und dabei noch die persönlichen Präferenzen Budget, Zeit, CO2-Emissionen oder Fitnessbedarf berücksichtigt und eine Buchung über ein System ermöglicht.
2) Die altbekannte Tatsache, dass ein Fahrzeug oft nur ein „Stehzeug“ ist – Das durchschnittliche deutsche Auto steht 22 Stunden am Tag nahezu nutzlos auf irgendeinem Parkplatz. Nur für zwei Stunden erfüllt das Auto seinen eigentlichen Zweck und wird zum „Fahrzeug“ und das dann in vielen Fällen für nur kurze Strecken.
Was war/ist das Projekt/die Strategie?:
go! löst diese Probleme. Zum einen ist go! eine Meta-Plattform, die sämtliche Verkehrsträger in Echtzeit verknüpft, die Termine und Präferenzen der Nutzer berücksichtigt und eine einheitliche Bezahlung ermöglicht.
Denjenigen Akteuren, die Ihre Autos zu wirklichen „Fahrzeugen“ machen wollen bietet go! eine Plattform. Dafür gibt es eine Vielzahl von Anwendungsfällen: Carsharing für Wohnquartiere, B2B Carsharing mit der Option, die Fahrzeuge auch privat zu verwenden, oder die Nutzung von kommunalen Flotten durch Bürgerinnen und Bürger.

Zwei Trends schaffen die Voraussetzungen dafür: „Die Sharing Economy“ – Die Bereitschaft in Deutschland, auch Autos zu teilen, nimmt stetig zu. Während Autos für eine lange Zeit als Statussymbol galten und für viele nahezu unverzichtbar waren, steht heute, insbesondere bei der jüngeren Bevölkerung die Mobilität an sich im Fokus. Mobility as a Service ist das Stichwort: Ein Elektrofahrzeug wird verwendet, um die Schwiegermutter vom Flughafen abzuholen. Für den Familienausflug am Wochenende leiht man sich einen Kombi und zwischendurch überwinden man die „letzte Meile“ mit einem der überall erhältlichen Fahrräder. Soweit der Umgang mit Mobilität in Städten oder Metropolregionen.

Um in ländlichen Räumen oder kleineren Städten ein solches Angebot zu schaffen, müssen akzentuierte Anreize gesetzt werden. Jede Stadt oder Gemeinde verfügt über eine gewisse Anzahl an Fahrzeugen, die von den Mitarbeitern der städtischen Betriebe während der Arbeitszeit verwendet werden. Unser Konzept Crossfleet kombiniert die Elektrifizierung dieser Fahrzeuge mit der Nutzung der Fahrzeuge durch die Bürgerinnen und Bürger nach Feierabend. Eine vergleichsweise geringe Investition ermöglicht den Städten und Gemeinden, ihren Einwohnern ein hochattraktives Mobilitätsangebot zur Verfügung zu stellen. Sobald sich das Konzept Crossfleet etabliert hat, ist die Anschaffung weiterer Fahrzeuge möglich.

Daraus ergibt sich eine klassische Win-Win-Situation für Alle. Selbst diejenigen, die kein Auto haben, oder die Meta-Plattform nicht nutzen, profitieren davon, dass es weniger Fahrzeuge und somit weniger Emissionen und einen geringeren Flächenverbrauch in der Stadt gibt.

Der zweite Trend, der go! ermöglicht, ist die Digitalisierung und Vernetzung. Das Smartphone ist aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Die Bereitstellung von Echtzeitdaten für die Buchung von Fahrten basiert auf Prozessen, die im Hintergrund ablaufen, aber unverzichtbar sind für den Aufbau der Mobilitätsplattform go!
Welchem Anwendungssektor ordnen Sie ihren Beitrag zu?:
Verkehr / Mobilität
Welchen Mehrwert bietet das Projekt für die Bevölkerung?:
1) Nahezu grenzenlose Mobilität auch ohne eigenes Fahrzeug
2) Reduktion des Flächenverbrauchs durch parkende Fahrzeuge
3) Reduktion der Emissionen durch die Elektrifizierung der Fahrzeuge
Wie sah/sieht der Projektzeitplan und Finanzierungsbedarf aus?:
Die Meta-Plattform ist modular aufgebaut. Bestimmte Module sind bereits im Einsatz und auf dem Markt erhältlich. Gewisse Komponenten befinden sich aktuell noch in der Entwicklung.
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Kategorien:
Wettbewerb "Stadt.Land.Digital"