Kommunalen Bauleitplanung kostenfrei im Internet maximal komfortabel

ID 1193
Wettbewerb
von Peter Jacobsen 07.11.2018 17:35
Was war/ist die Ausgangssituation?:
Trotz gesetzlicher Vorgaben ist die Bereitstellung der Bauleitplanungen der Kommunen in den meisten Fällen sehr unkomfortabel und faktisch nicht so zugänglich, dass die Bürgerinnen und Bürger schnell und zielgenau darauf zugreifen können. Auch die Verschneidung mit Bereichen, die einer Öffentlichkeitsbeteiligung unterliegen, ist nicht intuitiv erreichbar.
Was war/ist das Projekt/die Strategie?:
Eine intuitive zentrale Oberfläche im Internet sollte geschaffen werden, die es auch kleinen Kommunen ermöglicht Ihren Bürgerinnen und Bürgern die gemeindliche Planung optimiert zugänglich zu machen und direkte Teilhabe an Beteiligungsverfahren zu ermöglichen. Alles sollte geobezogen auf Karten der Kommune auffindbar sein und mit gleichem Komfort über Tablet und Smartphone aufrufbar sein.
Welchem Anwendungssektor ordnen Sie ihren Beitrag zu?:
Das Projekt ist der Stadtplanungs- bzw. Bauverwaltung der Kommune zuzuordnen. Eine erhebliche Entlastung der Verwaltung geht mit einer hohen Bürgernähe einher. Durch das Outsoutcingmodell erhält die Kommune optimale Performance bei niedrigen anteiligen Kosten. Durch die Schnittstellen können auch andere Geoportale Ihre Daten mit B-Plan-services verschneiden.
Welchen Mehrwert bietet das Projekt für die Bevölkerung?:
Die Bevölkerung kann durch die Konzepte von B-Plan-Services jederzeit und kostenfrei auf gemeindliche Planungen zugreifen. Das Portal ist für maximale Geschwindigkeit und eine sehr einfache intuitive Oberfläche optimiert.
Direkter Zugriff auf das Portal B-Planpool fürrechtskräftige Bauleitpläne:
und Zugriff auf das Portal B-Server für Beteiligungsverfahren finden Sie über die Startseite von B-Plan-services: https://www.b-plan-services.de
Wie sah/sieht der Projektzeitplan und Finanzierungsbedarf aus?:
Das Portal B-Plan-Services wurde seit 2002 sukzessive aufgebaut und permanent an aktuelle Herausforderungen gesetzlicher und technischer Natur angepasst. Das komplette Portal wurde so z.B. vor 3 Jahren komplett für die optimierte Darstellung auf "mobile devices" umgestellt. Die gesetzlichen Anforderungen aus der Novelle zum Baugesetzbuch von 2017 wurden implementiert. Durch den finanziellen Beitrag der Kommunen ist die laufende Aktualisierung des gemeindlichen Planbestandes abgedeckt. Die komplette Bauleitplanung mit Bebauungsplänen, dem Flächennutzungsplan und sonstigen Satzungen ist stets aktuell.
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Joachim Schonowski
Hallo Herr Jacobsen,
das Thema hat gerade für Städte die wachsen eine hohe Bedeutung - gleichfalls aber auch auf dem Land.
Ich habe, wie die Kollegen, ein paar weitergehende, z.T. ähnliche Fragen:
Technisch:
Auf welchem / welchen Systemen (z.B. OGC) setzen Sie auf?
Ist Ihr System interoperabel - kann ein Austausch einfach mit anderen Systemen stattfinden?
3D Integration (siehe AvR)
Integration in oder von anderen Diensten (ebenfalls ähnlich wie AvR)
Dienst:
Die unterschiedlichen Themen sind in getrennten Bereichen. Wollen Sie diese später integrieren, wie beim Geoportal in Hamburg?
Akzeptanz:
Wie setzen Sie Ergebnisse von (Bürger)-Umfragen um?
Geschäftsmodell:
Welche(s) Geschäftsmodell setzen sie an?
Viele Grüße
Joachim Schonowski
Peter Jacobsen
Hallo Herr Schonowski,
Alle Darstellungen und erfassten Pläne unserer Portale sind über OGC konforme WMS auslieferbar. Sie können z.B. mit einem Intranet-GIS innerhalb der Kommune verschnitten werden oder in jedes Tool mit WMS-Importschnittstelle eingeblendet werden.
Eine Zusammenführung unserer Portale erfolgt ohnehin schon.
Z.B. werden bei der Stadt Eutin nicht nur die diversen Planlayer mit den rechtskräftigen Bauleitplänen dargestellt sondern auch die aktuellen Beteiligungsverfahren eingeblendet und die Vermarktungsflächen der Gewerbegebiete.
„Eutin“ auswählen unter https://www.b-plan-services.de
Für unsere Dienstleistung werden wir von den Kommunen beauftragt, die durch dieses Outsourcing eine hohe Entlastung erfahren und fachlich optimal betreut werden. (Gerade in Zeiten von Mangel an Fachpersonal wichtig) Für die Öffentlichkeit ist der Zugang zu den Portalen kostenfrei.

Mit freundlichem Gruß
Peter Jacobsen
Alanus von R
Hallo Herr Jacobsen, das ist ein absolut notwendiges und wichtiges Instrument.
Ich vermisse aber noch eine stärkere Integration von den Potenzialen, die sich durch aktuelle digitale Tools ergeben.
- z.B. social network integration zur Diskussion / Kommentierung an der Stelle, wo sich die Bürger im digitalen Raum auch aufhalten, 3D Modell Integration, oder auch einen einfachen und visuell ansprechend aufbereiteten Prozess, der die eigenen Kommentare in den Gesamtverlauf einbettet - etc.
Gerne können wir bei der Weiterentwicklung unterstützen.

Liebe Grüße
Alanus von Radecki
Peter Jacobsen
Hallo Herr von Radecki,
wegen der engen gesetzlichen Vorgaben eignen sich offizielle Bauleitplan-Aufstellungsverfahren (noch nicht?) nicht für social media.

Mit freundlichem Gruß
Peter Jacobsen
Ludwig Hanisch
Hallo Herr Jacobsen,

vielen Dank für das Einreichen Ihres spannenden Engagements.
Zu welchem Zeitpunkt innerhalb des Planungsprozesses bekommen die Bürgerinnen und Bürger denn die Möglichkeit zu partizipieren? Interessant wäre es hier - aus meiner Perspektive - vor allem auch in der Frühphase von Planungsvorhaben Eingabemöglichkeiten für die Bevölkerung zu eröffnen.

Beste Grüße,

Ludwig Hanisch
Peter Jacobsen
Hallo Herr Hanisch,
Die Beteiligungsverfahren in unserem Portal beziehen sich auf die nach dem Bundesbaugesetz vorgeschriebenen komplexen Verfahren bei der Aufstellung von Bauleitplänen (z.B. Bebauungspläne, Flächennutzungspläne). Sie sind dort streng reglementiert. Die Kommunen sind verpflichtet, diese Verfahren rechtssicher durchzuführen und online zu stellen. Das BauGB sieht eine "frühzeitige" Unterrichtung der Öffentlichkeit vor. Zusätzlich sind Kommentare, Kritik und Anregungen auch in der zweiten Beteiligungsphase (Offenlegung) möglich. Diese Stellungnahmen müssen von den Kommunen abgearbeitet und abgewogen werden. Dies kann nicht auf öffentlichen Plattformen erfolgen, auf denen jeder alles sieht. Das unterliegt dem Datenschutz. Die Bürgerinnen und Bürger, die etwas angemerkt haben sind von der Kommune über die Ergebnisse der Abwägung zu unterrichten.
Mit freundlichem Gruß
Peter Jacobsen
Wettbewerb "Stadt.Land.Digital"