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Digitale Bildung - Zukunftsbilder Intelligent vernetzte Bildungsregion
ID 616
Beschreibung des Zukunftsbildes:
Von Smarten Bildungsräumen zur intelligent vernetzten Bildungsregion

In dem aktuellen Positionspapier „Smarte Bildungsräume“ unterstreichen die Expertinnen und Experten der Fokusgruppe Intelligente Vernetzung den Raumbezug von intelligenten Bildungsnetzen. Auf der Grundlage der Zusammenarbeit mit der Fokusgruppe Intelligente Vernetzung (www.div16.de sowie von Impulsen des Bildungsgipfels „EduAction“ (www.edu-action.de im Juli 2016 will die Metropolregion Rhein-Neckar intelligente Bildungsnetze mit Strukturen und Prozessen der Regionalentwicklung verzahnen und sich zu einer intelligent vernetzten Bildungsregion entwickeln.

Allgemein- und berufsbildende Schulen, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Universitäten sowie Unternehmen treiben bundesweit und in der Metropolregion Rhein-Neckar die intelligente Vernetzung von Bildung, Qualifizierung und Trainings voran. Dies geschieht bislang jedoch nur punktuell, kaum flächendeckend und nicht über die Grenzen von Institutionen, Sektoren und Gebietskörperschaften hinweg koordiniert.

Um Lösungen der intelligenten Vernetzung in die Fläche zu bringen, ist eine stärkere Verknüpfung mit Konzepten der Stadt- und Regionalentwicklung notwendig. Intelligent vernetzte Bildungsorte und -angebote sollten zu „Smarten Bildungsräumen“ weiterentwickelt werden. Bei der Etablierung solcher smarten Bildungsräume kommt kommunalen und regionalen Akteuren eine wichtige Rolle zu:

• Vernetzung von Orten formaler Bildung untereinander
• Verknüpfung mit informeller und non-formaler Bildung

Lehr- und Lernangebote müssen sich stärker an den Lernerfahrungen der Nutzer orientieren. Smarte Bildungsräume heben eine bislang aus organisatorischen und technischen Gründen notwendige Trennung auf, die jedoch nicht der Lernerfahrung von Menschen und der zunehmenden Nutzerzentrierung im Sinne einer Differenzierung, Individualisierung und Personalisierung entspricht.

Voraussetzungen schaffen

• Etablieren von regionalen und übergreifenden Transferakteuren, die den Austausch zwischen Bildungseinrichtungen, Wirtschaft und Verwaltung möglicherweise über die Grenzen von Gebietskörperschaften (Kommunen, Länder) hinweg initiieren, koordinieren und moderieren

Erste Umsetzungsschritte

• Schlüsselakteure identifizieren und „Local Heroes“ (engagierte Einzelpersonen, Hidden Champions) vernetzen
• Persönliches Engagement identifizieren, fördern und auf eine institutionelle Ebene heben
• Bedarfe der Wirtschaft und Gesellschaft identifizieren
• Themenübergreifende Plattformen für Vernetzung anbieten – z.B. Bildungsgipfel „EduAction“ als regionale und themenübergreifende Plattform, gekoppelt mit offenen Formate zur Aktivierung und Beteiligung von Akteuren (z.B. Barcamps)
• Kompetenzen bündeln (Instrumente, Plattformen und Lern- und Erlebnisorte schaffen, möglichst spezifisch für Bildungssektoren und Anwendungsbereiche)

Bis zum zweiten Bildungsgipfel „EduAction“ in 2018 will sich die Metropolregion Rhein-Neckar erste Umsetzungsschritte auf dem Weg zu einer intelligent vernetzten Bildungsregion entwickeln. Einzelaktivitäten sollen stärker verknüpft und zugänglich gemacht werden, z.B. Lernfabriken 4.0, Open Pop University Mannheim, Medienbildung auf Grundlage von Open Educational Ressources, Aktivitäten der Mittelstandskompetenzzentren in der Region.
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